| Nordzone
(Galizien, Asturien, Cantabria und baskische Länder)
Die Region Cantabria umfasst vier autonome Gebiete:
das baskische Land, Cantabria, Asturien und Galizien,
die von der französischen Grenze bis zum westlichsten
Punkt der Halbinsel - Cabo de Finisterre - reichen.
Das Gebiet ist die grünste Zone Spaniens und seine
Landschaft vereint die Strände der Biscay-Bucht
mit den Bergen.
Das baskische Land besteht aus drei Provinzen: Guipuzcoa,
Biscay und Alava. Bilbao wurde im 14. Jahrhundert gegründet.
In der Altstadt steht eine gotische Kirche, die internationale
Hauptattraktion ist jedoch das Guggenheim-Museum, eines
der meisterhaftesten architektonischen Stücke des
20. Jahrhunderts mit einer guten Sammlung moderner Kunst.
San Sebastián an der französischen Grenze
ist die vornehmste Stadt des Baskenlandes und war viele
Jahrzehnte das Haupturlaubsziel der spanischen Aristokratie
und Bourgeoisie. Es lohnt sich, einen Spaziergang zum
Playa de la Concha in der Innenstadt zu machen und die
typischen Bars der Altstadt zu besuchen, um Tapas, Weine
(die typische Sorte ist Txacoli) und Zuritos (kleine
Biergläser) zu probieren. Nur 7 km westlich der
Stadt liegt der Monte Ulia, der einen großartigen
Blick über die Bucht von Biscay bietet.
Die historische Hauptstadt von Cantabria ist Santander,
das in einer kostbaren Bucht, die von Hügeln umgeben
ist, liegt. Die Stadt bietet den Sardinero-Strand, das
städtische Museum - mit Bildern von Künstlern
des 17. und 18. Jahrhunderts - und die gotische Kathedrale,
die 1941 zerstört und später wieder aufgebaut
wurde. Die Stadt erhält während der Sommermonate
weltbürgerliche Atmosphäre, wenn sich der
Magdalena-Palast zur Sommeruniversität verwandelt
und ein breit gefächertes Kurs- und Konferenzprogramm
bietet, das national und international die intellektuellsten
Menschen der kulturellen Welt anzieht.
Von Santander kann man Exkursionen zu den Küstenstädten
Comillas, San Vicente de la Barquera, Castro-Urdiales
und besonders zur mittelalterlichen Stadt Santillana
del Mar unternehmen. Die Höhlenmalereien von Altamira
wecken mit mehr als 13000 Jahren Vorgeschichte besonderes
Interesse. Wenn man die Höhlen besuchen will, muss
man bedenken, dass der Einlass limitiert ist und man
früh genug um eine Besuchserlaubnis fragen muss.
Asturien hat zwei wichtige Städte: Oviedo und Gijón.
Oviedo ist eine alte und vornehme Stadt, die von ihrer
Kathedrale geprägt wird, während Gijón
eine industrielle Hafenstadt ist, die aufgrund ihrer
Strände und denen in näherer Umgebung im Sommer
viele Touristen anzieht.
Galizien ist ein gebirgiges Gebiet mit Tannen- und
Eukalyptuswäldern, feinen Sandstränden, Klippen
und kleine Flüsse, die von der Biscay-Bucht und
vom atlantischen Ozean "bewässert" werden.
La Coruña - wahrscheinlich von den Phöniziern
gegründet - ist die größte Stadt der
Region und ihr Hauptmerkmal ist die Ciudad Vega. In
derselben Provinz liegt auch Santiago de Compostela,
der Sitz der Regierung vom autonomen Gebiet Galizien
und ein besonders Ziel für die wichtigsten Pilgerfahrten
der katholischen Gläubigen. Im Mittelalter wurden
die Gräber von Santiago das weltweite Ziel christlicher
Pilgerfahrten. Heute ist es immer noch eines der Hauptheiligtümer,
sowohl für leidenschaftliche Anhänger als
auch für die, die die Kultur, Architektur und Landschaft
mit ihrer religiösen Bedeutung schätzen. Man
könnte eine Reise von Frankreich oder von Canfranc
oder Valcar (Navarra) beginnen. Von dort können
man durch Pamplona, Santo Domingo del Camino, Logroño,
Burgos, Leon und Astorga fahren und schließlich
Santiago de Compostela erreichen. Die Klöster,
Kirchen, Kapellen und religiösen Zentren bieten
Unterkünfte und Unterstützung für die
Reisenden. Man kann die Reise auch von jedem anderen
beliebigen Punkt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder
mit dem Auto starten. Am 25. Juli findet das Festival
von Santiago satt. Da es sehr populär ist sollte
man lange im Voraus die Unterkünfte buchen.
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